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Festveranstaltung im Gästehaus zu den ersten Ergebnissen von UNICA
Am 10. Mai 2011 fand im Gästehaus der Universität Hamburg die
Veranstaltung "Absolventinnen der Universität Hamburg als
Nachwuchsführungskräfte für die Wirtschaft: Erste Ergebnisse
des neuen Mentoringprojektes UNICA" statt.
Die Festveranstaltung traf mit über 100 Gästen auf große
Resonanz.
Anlass für die Veranstaltung gaben die vorliegenden ersten Ergebnisse
des Berufseinstiegs-Mentorings UNICA und die Auswahl neuer Mentees im
Frühjahr 2011. Bei diesem zweiten Bewerbungsverfahren im Rahmen des
UNICA Projektes konnten sich zusätzlich zu Studentinnen und Doktorandinnen
aus den Fakultäten WiSo und EPB, die bereits im vergangenen Jahr
Zielgruppe der UNICA Initiative waren, auch Frauen aus der MIN-Fakultät
bewerben.
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In
eindrücklichen Grußworten betonten Senatorin Dr. Dorothee
Stapelfeldt, Präses der Behörde für Wissenschaft
und Forschung,
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| Prof.
Dr. Rosemarie Mielke, Vizepräsidentin der Universität Hamburg, |
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und
Prof. Dr. Eva Arnold, Dekanin der Fakultät für Erziehungswissenschaft,
Psychologie und Bewegungswissenschaft,
den Stellenwert der Initiative UNICA.
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Die Senatorin
führte aus: "Die Förderung des weiblichen Führungsnachwuchses
ist auch mir sehr wichtig. Ich begrüße sehr, dass Sie dies
zusammen mit der Universitäts-Gesellschaft, der Claussen-Simon-Stiftung
sowie sechs Hamburger Unternehmen machen. Die Gleichstellung von Frauen
und Männern ist eine gesellschaftliche Verpflichtung. Mehr noch,
sie ist die Voraussetzung, um die vorhandenen Potentiale auszuschöpfen
und zu nutzen." Ferner sei es das Ziel des Senats, den "Frauenanteil
[in den oberen Hierarchieebenen] erheblich zu stärken".
UNICA ist Dr. Stapelfeldt zufolge "genau der richtige Weg",
um Frauen dabei zu unterstützen "Chancen entschlossen [zu]
ergreifen, Netzwerke [zu] bilden und sich gegenseitig [zu] unterstützen".
Die Senatorin geht davon aus, "dass diese richtige Idee gute Ergebnisse
erzielt und die Mentees bei ihrem Berufseinstieg profitieren werden".
Sie äußerte abschließend die Hoffnung,
"dass es mit Hilfe derartiger Programme und Netzwerke gelingt, dazu
beizutragen, dass zukünftig endlich mehr Frauen in Führungspositionen
anzutreffen sind."
Vizepräsidentin
Prof. Dr. Mielke ging auf die "gläserne Decke" ein,
an die Frauen auf ihrem Weg in die höchsten Führungsetagen stoßen.
Darüber hinaus hob sie ebenfalls die Bedeutung des Berufseinstiegs-Mentorings
UNICA für talentierte junge Frauen hervor: "Was mit UNICA
(
) von Prof. Dr. Angelika Wagner systematisch aufgebaut wurde, ist
ein Netzwerk für weibliche Führungskräfte. Studentinnen
und Doktorandinnen der Universität Hamburg werden mit erfolgreichen
weiblichen Führungskräften in Kontakt gebracht. Dadurch entsteht
ein Netzwerk mit Nachhaltigkeit. Das sollte dazu führen, dass mehr
Frauen nach ganz oben kommen. Letztlich besteht darin ein ganz entscheidender
Beitrag zum Wohle von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft."
Die Dekanin
der EPB Fakultät, Prof. Dr. Arnold, unterstrich die Bedeutung von
UNICA für ihre Fakultät, "denn sie leiste[t] einen wertvollen
Beitrag für die Verbindung zwischen universitärer Arbeit und
beruflicher Praxis. Solche Theorie-Praxis-Verbindungen zu schaffen, ist
ein zentrales Ziel der Fakultät. Eine Möglichkeit der Verbindung
besteht darin, dass sich Studierende und Absolventinnen Arbeitsweisen
der jeweiligen wissenschaftlichen Disziplin aneignen und sich zugleich
auf Tätigkeiten in Berufsfeldern vorbereiten. Eine andere Möglichkeit
beschreitet den Weg in der umgekehrten Richtung: Berufliche Praxis wird
zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung in einer Weise, in der beide
Seiten unmittelbar profitieren. Beide Verbindungswege werden mit UNICA
in vorbildlicher Weise beschritten."
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Die
Keynote speech zum Thema "Erfolgsfaktor Mentoring für
Frauen in Führungspositionen" hielt Prof. Dr. Sonja
Bischoff, Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
der Universität Hamburg.
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Dabei belegte
sie die hohe Relevanz von Mentoring anhand umfangreicher Forschungsergebnisse
und zog den Schluss, dass Mentoring eine tatsächlich wirksame Maßnahme
für den beruflichen Aufstieg von Frauen ist.
Im Anschluss
moderierte Dr. Peter Schäfer, Vorsitzender des Vorstands der Universitäts-Gesellschaft
Hamburg, ein Gespräch zwischen Thorsten Otto-Lehthaus, Geschäftsführer
Personal BAT (Industrie) GmbH, Prof. Dr. Angelika C. Wagner, Leiterin
der Arbeitsstelle Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring und Helene Endres,
Wirtschaftsredakteurin beim manager magazin.
In diesem Gespräch skizzierte Prof. Dr. Wagner zunächst die Beweggründe
und Entwicklung der Berufseinstiegs-Mentoringprogramme bis hin zur Konzeption
von UNICA, Thorsten Otto-Lehthaus legte dar, wie viele Chancen die Kooperation
mit UNICA für BAT bietet. Helene Endres erläuterte anhand der
Ergebnisse ihrer Recherchen die Erfolgsfaktoren für den beruflichen
Aufstieg von Frauen. Dabei betonte sie die Notwendigkeit einer auf Prinzipien
der Geschlechtergerechtigkeit beruhenden Unternehmenskultur, die auch von
der Unternehmensspitze vertreten wird.
Anschließend
stellte die Geschäftsführerin der Arbeitsstelle Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring,
Dr. Dorothea Ritter, die UNICA Mentees aus dem ersten und zweiten
Jahr vor:
In diesem
Rahmen berichteten Mentees des Pilotjahres und ihre Mentorinnen von den
positiven Erfahrungen mit dem UNICA Projekt. So äußerte eine
Mentee:
"Bereits das dreistufige Bewerbungsverfahren - schriftliche Bewerbung,
Bewerbungsgespräch, Assessment Center - ist eine sehr gute Vorbereitung
auf die Bewerbung um den Traumjob."
Weiter sagte eine der Mentees über ihre Mentorin:
"Von meiner Mentorin bin ich begeistert. Sie hat nicht nur Erfahrung
in der Branche und in der Position, die ich anstrebe, sondern weiß
auch, wo auf dem Weg dorthin potenzielle Stolpersteine für Frauen
liegen."
Eine andere Mentee bringt es wie folgt auf den Punkt:
"UNICA bietet für mich die einmalige Gelegenheit zum ungezwungenen
Austausch mit einer erfolgreichen Managerin. Durch das Mentoringprogramm
kann ich mich ganz offen mit einer Managerin mit Berufs- und Lebenserfahrung
über meine Zukunftspläne und Ziele beraten."
Aber
nicht nur die Mentees, sondern auch die Mentorinnen bezeichneten das Mentoring
als gewinnbringend: So bezeichnete eine Mentorin den Austausch als eine
echte menschliche Bereicherung und die Fortschritte ihrer Mentee bei jedem
neuen Treffen als eine große Freude.
Abschließend präsentierte Dr. Ritter die ersten Ergebnisse
von UNICA. Auf die zwei Ausschreibungen bewarben sich 157 Studentinnen
und Doktorandinnen mit beeindruckenden Lebensläufen aus den Fakultäten
EPB, MIN und WiSo der Universität Hamburg. Mit 117 dieser Bewerberinnen
wurden in den zwei Auswahlphasen ausführliche, an Standards von Bewerbungsgesprächen
orientierte Interviews geführt, um daraufhin schließlich 73
Bewerberinnen in zehn eintägige Assessment Center einzuladen. In
diesen Assessment Centern haben 24 Beobachterinnen und Beobachter aus
der Hamburger Wirtschaft sowie sechs Mentorinnen aus der Arbeitsstelle
mitgewirkt. Ergebnis dieses Bewerbungsverfahrens war die Aufnahme von
15 neuen UNICA Mentees, drei Bewerberinnen aus der EPB-, sechs aus der
MIN- und sechs aus der WiSo-Fakultät, deren Master-, Diplomabschluss
oder Promotionsabgabe im Laufe der nächsten Semester erfolgt.
Die 13 Mentees aus der ersten UNICA Runde konnten im letzten Jahr nach
eingehenden Gesprächen alle an eine individuell ausgewählte
Mentorin vermittelt werden und sind nun im intensiven Austausch. Einige
von ihnen haben ihr Studium bereits erfolgreich abgeschlossen und der
gewünschte Berufseinstieg ist im direkten Anschluss gelungen.
Über gemeinsame Aktivitäten, wie der Teilnahme an einem Workshop
mit einem Personalvertreter der Otto Group und einer Personalvertreterin
der BAT, einer Einführung und Gruppen-Coachings in Introvision, bildete
sich ein exzellent funktionierendes Netzwerk unter den Mentees. Dieses
"Subnetzwerk" angehender weiblicher Führungskräfte
wird sich nun um die im Frühjahr 2011 ausgewählten 15 neuen
Mentees erweitern. Die Heterogenität der fachlichen Spezialisierungen
macht auch diese Gruppe besonders interessant: Von der Wirtschaftswissenschaftlerin
über die Psychologin bis zur Physikerin oder Informatikerin reicht
das Spektrum. Ihrer Vermittlung an die Mentorinnen widmet sich das Team
des Expertinnen-Beratungsnetz im Frühling 2011. Daher ist es besonders
erfreulich, dass die Arbeitsstelle auf so viele, in der beruflichen Praxis
hervorragend ausgewiesene Mentorinnen zurückgreifen kann, die sich
mit großartigem Engagement für den weiblichen Nachwuchs engagieren.
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