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Teil I: Informationen für Mentees,   Teil II: Projektskizze



Projektskizze der Berufseinstiegs-Mentoring-Programme 2006-2009

Träger des Projekts:
 
  • Universität Hamburg, Arbeitsstelle Expertinnen-Beratungsnetz/Mentoring,
    Professor Dr. Angelika C. Wagner (Leitung der Arbeitsstelle)
  • Universitäts-Gesellschaft Hamburg,
    Dr. Peter Schäfer (Vorsitzender des Vorstands)

Ziel des Projekts
Ziel des Projekts ist es, Studentinnen und Absolventinnen der Sozial- und Geisteswissenschaften der Universität Hamburg in der Studienabschluss- und Berufseinstiegsphase durch Mentorinnen aus der Hamburger Wirtschaft zu beraten, zu unterstützen und zu begleiten.


Profil der Mentees
Das Projekt konzentriert sich auf folgende drei Zielgruppen:

  • Studentinnen im Hauptstudium, die sich allgemein mit Fragen zur Vorbereitung des Berufseinstiegs befassen wie z.B. Praktika, Relevanz von Examensthemen, Orientierung über Anforderungen der Wirtschaft an Absolventinnen, Einschätzung von Chancen.
  • Studentinnen und Absolventinnen, die gezielt ein Mentoring in der Übergangsphase zwischen Universität und Beruf in Anspruch nehmen wollen, also zu konkreten Fragen wie z.B. Stellensuche, Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen, Möglichkeiten der Weiterbildung, Alternativen; zu dieser Gruppe gehören u.U. auch Doktorandinnen.
  • Berufseinsteigerinnen, die in den ersten ein bis zwei Jahren ihrer beruflichen Tätigkeit mit einer Mentorin Fragen z.B. zu informellen Regeln des Berufslebens, zum Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten bearbeiten wollen.

Das Berufseinstiegs-Mentoring wird - je nach Ausgangssituation und Anliegen der Mentee - in Form von Einzelgesprächen mit einer Mentorin und auch in gezielt zusammengestellten (Klein-)Gruppen stattfinden.
Potentielle Mentees können sich bei den unten genannten Institutionen weitere Informationen holen und sich bei Interesse für eine Teilnahme an dem Programm vormerken lassen bzw. bewerben.

Profil der Mentorinnen
Mentorinnen sind berufstätige Frauen aus der Hamburger Wirtschaft, deren eigener Berufseinstieg etwa acht bis 15 Jahre zurückliegt und die berufliche Herausforderungen und Karriereschritte erfolgreich gemeistert haben.

Auf diese Weise erfüllen sie zwei wesentliche Voraussetzungen für das Mentoring:
Sie wissen noch, wie es ist, in den Beruf einzusteigen, welche Schwierigkeiten und auch Chancen das mit sich bringt. Sie kennen das Berufs- oder Tätigkeitsfeld aber nicht nur aus der Perspektive der Berufseinsteigerin, sondern sind in ihrer beruflichen Laufbahn bereits so weit fortgeschritten, dass sie das Feld auch aus der Perspektive der Vorgesetzten und der erfahrenen Kollegin überschauen.

Idealerweise sollte die Mentorin sich hierarchisch gesehen zwei Positionen "oberhalb" der Einstiegsphase befinden; dies kann jedoch angesichts der zunehmenden Verbreitung von flachen Hierarchien nicht vorausgesetzt werden.
Grundsätzlich soll die Mentorin genügend Abstand zu den Berufseinsteigerinnen haben, um deren Probleme und Schwierigkeiten aus einer größeren Distanz heraus einschätzen und verstehen zu können.

Als Mentorin beraten und begleiten sie eine Mentee, eine potentielle weibliche Nachwuchsführungskraft, bei ihren beruflichen Überlegungen und Entscheidungen über einen bestimmten Zeitraum. In der Regel treffen sich Mentee und Mentorin zu vier Gesprächen im Zeitraum von bis zu einem Jahr. Der genauere Ablauf wird zu Beginn gemeinsam vereinbart.

Die Mentorinnen übernehmen diese Aufgabe ehrenamtlich.
Für den Erfahrungsaustausch der Mentorinnen untereinander oder zur Bearbeitung spezifischer Themen werden Sitzungen verabredet.
Es besteht die Möglichkeit, bei speziellen Fragen auch Mentorinnen anderer Berufsfelder heranzuziehen.


Vorteile des externen Mentorings
Im Vergleich zum internen Mentoring liegt die besondere Chance des externen Mentorings darin, dass die Mentee offen und unbelastet über ihre persönlichen Wünsche, Ziele und auch Schwierigkeiten reden kann. Gleichzeitig profitiert sie von den Erfahrungen und Sichtweisen einer außenstehenden Person ihres Vertrauens. Vertraulichkeit ist selbstverständlich das oberste Gebot.

Die Unternehmen, denen die Mentorinnen angehören, profitieren insofern von dem Mentoring, dass die Mentorinnen in ihren Gesprächen wertvolle allgemeine Erfahrungen sammeln, die ihrem Unternehmen zugute kommen.

Die Mentorinnen ziehen ebenfalls Nutzen aus ihrer Mentoringtätigkeit: zum einen macht es Freude, die eigenen Erfahrungen an Jüngere weiterzugeben. Zweitens lernen sie die Sichtweise der jüngeren Generation kennen, sie hören aus erster Hand, was ein Universitätsstudium heute bedeutet, welche besonderen neuen Kenntnisse die Studierenden aus der Universität mitbringen und was sich hinter den neuen Studienabschlüssen Bachelor und Master verbirgt. Drittens lernen sie im Rahmen des geplanten Erfahrungsaustausches andere Mentorinnen kennen und haben die Möglichkeit, sich zu vernetzen.


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