Ziel des Projekts
Ziel des
Projekts ist es, Studentinnen und Absolventinnen der Sozial- und Geisteswissenschaften
der Universität Hamburg in der Studienabschluss- und Berufseinstiegsphase
durch Mentorinnen aus der Hamburger Wirtschaft zu beraten, zu unterstützen
und zu begleiten.
Profil der Mentees
Das Projekt konzentriert sich auf folgende drei Zielgruppen:
- Studentinnen
im Hauptstudium, die sich allgemein mit Fragen zur Vorbereitung des
Berufseinstiegs befassen wie z.B. Praktika, Relevanz von Examensthemen,
Orientierung über Anforderungen der Wirtschaft an Absolventinnen,
Einschätzung von Chancen.
- Studentinnen
und Absolventinnen, die gezielt ein Mentoring in der Übergangsphase
zwischen Universität und Beruf in Anspruch nehmen wollen, also
zu konkreten Fragen wie z.B. Stellensuche, Bewerbungen, Vorstellungsgesprächen,
Möglichkeiten der Weiterbildung, Alternativen; zu dieser Gruppe
gehören u.U. auch Doktorandinnen.
- Berufseinsteigerinnen,
die in den ersten ein bis zwei Jahren ihrer beruflichen Tätigkeit
mit einer Mentorin Fragen z.B. zu informellen Regeln des Berufslebens,
zum Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten bearbeiten wollen.
Das Berufseinstiegs-Mentoring
wird - je nach Ausgangssituation und Anliegen der Mentee - in Form von
Einzelgesprächen mit einer Mentorin und auch in gezielt zusammengestellten
(Klein-)Gruppen stattfinden.
Potentielle Mentees können sich bei den unten genannten Institutionen
weitere Informationen holen und sich bei Interesse für eine Teilnahme
an dem Programm vormerken lassen bzw. bewerben.
Profil
der Mentorinnen
Mentorinnen
sind berufstätige Frauen aus der Hamburger Wirtschaft, deren eigener
Berufseinstieg etwa acht bis 15 Jahre zurückliegt und die berufliche
Herausforderungen und Karriereschritte erfolgreich gemeistert haben.
Auf diese
Weise erfüllen sie zwei wesentliche Voraussetzungen für das
Mentoring:
Sie wissen noch, wie es ist, in den Beruf einzusteigen, welche Schwierigkeiten
und auch Chancen das mit sich bringt. Sie kennen das Berufs- oder Tätigkeitsfeld
aber nicht nur aus der Perspektive der Berufseinsteigerin, sondern sind
in ihrer beruflichen Laufbahn bereits so weit fortgeschritten, dass sie
das Feld auch aus der Perspektive der Vorgesetzten und der erfahrenen
Kollegin überschauen.
Idealerweise sollte die Mentorin sich hierarchisch gesehen zwei Positionen
"oberhalb" der Einstiegsphase befinden; dies kann jedoch angesichts
der zunehmenden Verbreitung von flachen Hierarchien nicht vorausgesetzt
werden.
Grundsätzlich soll die Mentorin genügend Abstand zu den Berufseinsteigerinnen
haben, um deren Probleme und Schwierigkeiten aus einer größeren
Distanz heraus einschätzen und verstehen zu können.
Als Mentorin
beraten und begleiten sie eine Mentee, eine potentielle weibliche Nachwuchsführungskraft,
bei ihren beruflichen Überlegungen und Entscheidungen über einen
bestimmten Zeitraum. In der Regel treffen sich Mentee und Mentorin zu
vier Gesprächen im Zeitraum von bis zu einem Jahr. Der genauere Ablauf
wird zu Beginn gemeinsam vereinbart.
Die Mentorinnen
übernehmen diese Aufgabe ehrenamtlich.
Für den Erfahrungsaustausch der Mentorinnen untereinander oder zur
Bearbeitung spezifischer Themen werden Sitzungen verabredet.
Es
besteht die Möglichkeit, bei speziellen Fragen auch Mentorinnen anderer
Berufsfelder heranzuziehen.
Vorteile des externen Mentorings
Im Vergleich zum internen Mentoring liegt die besondere Chance des externen
Mentorings darin, dass die Mentee offen und unbelastet über ihre
persönlichen Wünsche, Ziele und auch Schwierigkeiten reden kann.
Gleichzeitig profitiert sie von den Erfahrungen und Sichtweisen einer
außenstehenden Person ihres Vertrauens. Vertraulichkeit ist selbstverständlich
das oberste Gebot.
Die Unternehmen,
denen die Mentorinnen angehören, profitieren insofern von dem Mentoring,
dass die Mentorinnen in ihren Gesprächen wertvolle allgemeine Erfahrungen
sammeln, die ihrem Unternehmen zugute kommen.
Die Mentorinnen
ziehen ebenfalls Nutzen aus ihrer Mentoringtätigkeit: zum einen macht
es Freude, die eigenen Erfahrungen an Jüngere weiterzugeben. Zweitens
lernen sie die Sichtweise der jüngeren Generation kennen, sie hören
aus erster Hand, was ein Universitätsstudium heute bedeutet, welche
besonderen neuen Kenntnisse die Studierenden aus der Universität
mitbringen und was sich hinter den neuen Studienabschlüssen Bachelor
und Master verbirgt. Drittens lernen sie im Rahmen des geplanten Erfahrungsaustausches
andere Mentorinnen kennen und haben die Möglichkeit, sich zu vernetzen.